Sickerwasserreinigung

    Der Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel ist Eigentümer der auf der Zentraldeponie Eiterköpfe errichteten Deponiesickerwasserreinigungsanlage (DSRA), die bereits seit Juni 1998 betrieben wird und der umweltgerechten Entsorgung des mit Schadstoffen belasteten Sickerwassers dient. Das Roh-Sickerwasser wird zunächst in einer biologischen Verfahrensstufe mit nachgeschalteter Ultrafiltration (UF) vorgereinigt und anschließend mittels Festbett-Aktivkohle-Adsorption (AK-ADS) weitergehend behandelt.

    Verfahrenstechnische Konzeption:

    • Reaktor-Biologie / Ultrafiltration (BIO/UF)
    • Aktivkohle-Adsorption (AK-ADS)
    • optionale Umkehrosmose-Containeranlage (UO)

    Fließschema:

    Die nach dem sog. Biomembran-Verfahren konzipierte Reinigungsstufe besteht aus folgenden Hauptkomponenten:

    • Reaktor-Biologie mit vorgeschalteter Denitrifikation (anoxisch) und Nitrifikation (aerob), ausge­legt auf Stickstoffelimination (NH4-N, NO2-N, NO3--N) und simultanen Kohlenstoffabbau (CSB, BSB5). Die Bioreaktoren sind in geschlossener (Behälter-)bauweise ausgeführt und werden mit hoher Belebtschlammkonzentration (TS = ca. 15 – 20 g/l) betrieben.
    • Die Ultrafiltration (UF) als Membran-Trenneinrichtung sorgt für den Rückhalt der Biomasse bzw. die Aufkonzentrierung des Belebtschlamms im Reaktorsystem.

    Für die biologischen Abbauprozesse sind verfahrenstechnisch dosierte Zugaben von Methanol (CH3OH), sonstigen Nährstoffen (z. B. Phosphorsäure), Neutralisierungsmitteln (z. B. Natronlauge/Salzsäure) und insbesondere das gezielt Zuführen von Luft­sauerstoff (21 Vol-% O2) notwendig.

    Der Ablauf des letzten Bioreaktors (Nitrifika­tionsbehälter) wird anschließend in der Ultrafiltration (UF) in zwei Teil­ströme getrennt:

    • UF-Permeat (“Filterdurchgang“ bzw. Klarwasser) und
    • UF-Konzentrat (“Filterrückstand“ bzw. Belebtschlamm).

    Die in der Ultrafiltrationsstufe zurückgehaltene Biomasse gelangt – analog der konven­tionellen Beckenbiologie – als Rücklaufschlamm (RS) in die Denitrifikation zurück bzw. wird bei Erfordernis als Überschussschlamm (ÜSS) ausgeschleust.

    Gesamtansicht der Ultrafiltration (UF)

    die im 1. Ausbauzustand (1997/1998) 3-straßig ausgeführt und im August 2009 durch Einbau einer weiteren Straße (UF-4) in den Endausbauzustand versetzt worden ist.

    Aktivkohle-Adsorption (AK-ADS)

    Die Adsorption von Schadstoffen an (Korn-)aktivkohle hat sich in der DSRA seit 2013 sehr bewährt. Alternativ kann neben der Aktivkohle-Adsorptionsanlage als weitere Nach­behand­lungsstufe zur Sickerwasseraufbereitung mittels die Nano­filtration und Umkehrosmose zugeschaltet werden. 

    Das nachfolgende Prinzipschema zeigt die Haupt-Anlagenkomponenten der Biologie / Ultra­filtra­tion mit nachgeschalteter Aktivkohle-Adsorption.

    Die Adsorption an Aktivkohle in Filter- bzw. Adsorberanlagen zählt im Allgemeinen zu den rest­stofffreien Verfahren, da die mit Schadstoffen beladene Aktivkohle vom Hersteller zurück­genommen und reaktiviert wird.

    Ansicht Aktivkohle-Adsorptionsanlage (AK-ADS)

    Optionale Umkehrosmose-Containeranlage (UO-C)

    Um bei Störungen in der Biologie und temporär höheren Sickerwassermengen (Anfallspitzen) eine Vorbehandlung gewährleisten zu können, ist im Herbst 2008 eine robuste, rohsicker­wassertaugliche Umkehrosmose(UO)-Anlage nachge­rüstet worden. Diese zusätzliche mobile Betriebseinrichtung, aufgestellt im Freien neben der Maschi­nenhalle, kann im Bedarfsfall (auf Knopfdruck) jederzeit aktiviert werden und sorgt damit für ein Höchstmaß an Sicherheit und Flexibilität.

    Außenansicht der mobilen Umkehrosmose-Containeranlage (UO-C)

    Durch den mehrstraßigen Aufbau der mobilen UO-Containeranlage kann die zusätzliche Behandlungskapazität dem tatsächlichen Sickerwasseranfall optimal angepasst und mit variab­lem Durchsatz wirtschaftlich betrieben werden. Das nachfolgende Schema zeigt die hydraulische Bilanz der mobilen Umkehrosmoseanlage in Containerbauweise.

    Mit den zuvor beschriebenen Betriebseinrichtungen verfügt die Zentraldeponie Eiterköpfe über eine Gesamtbehandlungskapazität von:

    • 70 m³/d in der stationären DSRA (BIO/UF + AK-ADS) und 
    • 150 m³/d in der mobilen UO-Containeranlage (UO-C)
    Telefonische Erreichbarkeiten
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     Telefon: 02625 9696 - 0

    Wertstoffhof:
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    Fragen zur Sperrmüllabfuhr oder Reklamationen:
    Montag - Freitag
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    Telefon: 02625 9696 - 60

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