Rhein-Zeitung 12.06.2020

    "Der AZV: Ein moderner Partner für alle Fälle"

    Zweckverband, Deponie und Wertstoffhof sind für die Zukunft gerüstet

    Kreis MYK Der seit 2014 in Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel (AZV) umbenannte frühere Deponiezweckverband Eiterköpfe wurde vor mehr als 25 Jahren von den Landkreisen Mayen-Koblenz, Cochem-Zell und der Stadt Koblenz gebildet. Insgesamt umfasst das Entsorgungsgebiet des AZV eine Fläche von etwa 1.640 Quadratkilometern mit rund 400.000 Einwohnern.

    Seit jeher hat der Zweckverband die Aufgabe, die Zentraldeponie  Eiterköpfe in öffentlicher Trägerschaft zu betreiben und ist seit Beginn für die Behandlung und Entsorgung von Restabfällen und Sperrmüll aus diesen Gebieten verantwortlich. Seit 2016 ist er im Landkreis Mayen-Koblenz darüber hinaus dafür zuständig, alle weiteren Abfälle aus Haushalten wie Bio- oder Grünabfälle und Altpapier sowie Abfälle aus Gewerbebetrieben einzusammeln und zu verwerten. Dafür wurden 22 neue Müllfahrzeuge angeschafft. 64 Müllwerker sind kreisweit für die Abführ und Entsorgung des Mülls im Einsatz. Darüber hinaus wird mit Nachdruck an neuen und erweiterten Geschäftsinhalten gearbeitet. Im Zuge der Entwicklung der vergangenen Jahre hat sich in Ochtendung einer der europaweit modernsten Deponiestandorte entwickelt: Der alte Deponiezweckverband mit seinen 21 Mitarbeitern hat sich zu einem mit vielfältigen Aufgaben betrauten Entsorgungsdienstleister mit aktuell 113 Mitarbeitern entwickelt, der bundesweit wahrgenommen wird.

    Der Wertstoffhof ist der größte der Region. "Die Bürger nehmen die Entsorgungsmöglichkeiten hervorragend an. Wir sprechen immerhin von 100.000 Anlieferungen pro Jahr, ein hervorragender Wert. Mit unseren Erfahrungen, die wir mit der Entwicklung des AZV und des Systems gemacht haben, sind wir heute gefragter Ansprechpartner für Kommunen aus ganz Deutschland", sagt Burkhard Nauroth. 

    Errichtet wurde die Deponie Eiterköpfe 1986 als Hausmülldeponie und in der Folge in sechs Abschnitten immer wieder erweitert. 2005 wurde das Ablagern von Hausmüll unzulässig, sodass sogar eine Schließung der Deponie Eiterköpfe im Raum stand. Aufgrund des erheblichen Bedarfs an Entsorgungsmöglichkeiten für mineralische Abfälle aus dem Straßenbau oder von Abbruchmaßnahmen beschloss der AZV jedoch, die Deponie weiter zu betreiben und sogar auszubauen. Bereits 2017 fiel die Entscheidung, die Deponie Eiterköpfe um zwei Abschnitte und damit um rund zwölf Hektar zu erweitern. Investitionen in Höhe mehr als 30 Millionen Euro sollen Kapazitäten für über fünf Millionen Kubikmeter Material und insbesondere Kapazitäten für mineralische Ablagerungen vorhalten. Damit soll das Fortbestehen der Deponie für die nächsten fast 40 Jahre gesichert werden.

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