Rhein-Zeitung 29.06.2017

    37,4 Millionen Euro will der AZV in den Ausbau der Deponie Eiterköpfe und die Erschließung der Abschnitte 7 und 8 investieren. Damit soll die Laufzeit der Deponie um 38 Jahre verlängert werden.

    "Deponieausbau nimmt die nächste Hürde"

    Nur die Grünen haben Bedenken - Kreistag stimmt Plänen zu.

    Nach dem Kreis Mayen-Koblenz hat auch der Kreis Cochem-Zell grünes Licht für den weiteren Ausbau der Deponie Eiterköpfe bei Ochtendung gegeben. Mit großer Mehrheit stimmte der Kreistag für die erforderliche Änderung der Verbandsordnung und die Gründung einer Tochter-GmbH des Abfallzweckverbandes (AZV). Lediglich Bündnis 90/Die Grünen stimmten dagegen.

    Für die Zukunft der Deponie Eiterköpfe ist dies von grundsätzlicher Bedeutung. Vor mehr als zehn Jahren schien, nachdem eine Deponierung von Hausmüll beendet war, der Zweckverband, zu dem neben den Kreisen Cochem-Zell und Mayen-Koblenz auch die Stadt Koblenz gehört, schweren Zeiten entgegenzugehen. Doch mittlerweile erwarten alle Fachleute einen zusätzlichen Bedarf an Kapazitäten, besonders für mineralische Abfälle. Gerade im nördlichen Rheinland-Pfalz gibt es zu der Deponie Eiterköpfe keine Alternativen. Sollte es dort keinen Ausbau geben, würden im Land Engpässe bei der Abfallentsorgung drohen.

    Ein großer Pluspunkt für die Deponie Eiterköpfe ist die Tatsache, dass dort zwei planfestgestellte weitere Deponieabschnitte vorliegen, sodass ein Ausbau verhältnismäßig schnell möglich wäre. Geplant ist nun, auf diesen neuen Deponieabschnitten ab etwa 2020 oder 2021 mineralische Abfälle wie Schlacken, Materialien aus dem Straßenbau oder aus Abbruchmaßnahmen aufzunehmen. Der erste Teil könnte ab 2020 ausgebaut werden, der weitere Abschnitt dann ab etwa 2024, wenn sich abzeichnet, wie die weitere Entwicklung aussieht.

    Bei einem Vollausbau dürfte die Deponie noch eine weitere Laufzeit von fast 40 Jahren haben. Das Gesamtinvestitionsvolumen für beide Abschnitte beträgt rund 37,5 Millionen Euro, der Ausbau eines weiteren Abschnittes würde rund 12,5 Millionen Euro kosten. Andererseits: Ohne eine solche Erweiterung und auch eine gewerbliche Nutzung, die nur durch die geplante Tochtergesellschaft erfolgen darf, droht dem Deponiestandort eine Schließung in einigen Jahren, da auf dem noch vorhandenen Platz nur noch für rund fünf bis sechs Jahre Müll deponiert werden darf.

    "Für mich gibt es daher keine Alternative zu einer Erweiterung der Deponie, die wir nun einleiten müssen", machte Landrat Manfred Schnur im Kreistag klar. Ein solcher Schritt sei "zukunftsorientiert und wirtschaftlich sinnvoll", zudem würde dies die Gebührenzahler im Kreis auch entlasten. Darum sei die Entscheidung im Kreistag wichtig für die Zukunft der Deponie Eiterköpfe, warb er um Zustimmung. Und die gab es reichlich. "Diese Erweiterung ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft", betonte Harry Dienes von der CDU-Fraktion. Der Kreis Cochem-Zell profitiere schon seit vielen Jahrzehnten von der Zusammenarbeit im Abfallzweckverband, dies solle fortgesetzt werden. Auch FWG-Fraktionschef Matthias Müller signalisierte Zustimmung. "Wir sehen das sehr positiv, dadurch wird diese Deponie auf Jahrzehnte gesichtert", machte er deutlich.

    Etwas Wasser in den Wein schütteten die Grünen. "Wir sehen zwar durchaus Chancen, aber auch Gefahren und ein gewisses Risiko bei einem Einstieg in eine gewerbliche Nutzung", meinte Joscha Pullich, der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Zudem sei der Anlieferung von Abfällen aus dem gesamten nördlichen Rheinland-Pfalz auch ökologisch wenig sinnvoll, meinte er.

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