Rhein-Zeitung 23.11.2016

    Ab März sollen an den Containerinseln - wie hier in Mendig - nicht nur Erdaushub, unbelasteter Bauschutt und Laub abgegeben werden, sondern im Rahmen eines zweijährigen Modellversuchs auch Rasenschnitt.

    "Rasenschnitt auch an Containerinsel entsorgen"

    Der Landkreis will sein Abfallwirtschaftskonzept weiter optimieren. Die acht Containerinseln sollen um zwei weitere in Mayen und der VG Vordereifel ergänzt werden. An allen dann zehn Containerinseln sollen die Bürger auch Rasenschnitt und - möglicherweise - auch holz- und strauchartige Grünabfälle abliefern können. Das hat der Kreistag mit großer Mehrheit beschlossen.

    Seit dem 1. Januar gilt das neue Abfallkonzept. Und es funktioniert. Davon sind Kreistag und Kreisverwaltung überzeugt. Allerdings sehen sie weiteren Optimierungsbedarf beim Grünabfall. Rasenschnitt, Vertikutiergut und Blumen sollten laut dem Abfallkonzept entweder kompostiert oder über die Bioabfalltonne, den Gartenabfallsack oder durch Abgabe am Wertstoffhof entsorgt werden. Das sorgte bei vielen Bürgern aber für Unmut. "Kein anderes Thema hat die Gemüter so sehr bewegt wie das Thema Rasenschnitt", stellte denn auch Erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth in der Kreistagssitzung rückblickend fest.

    Die Entsorgungsmöglichkeiten wurden als nicht ausreichend kritisiert. Im Frühjahr wurden dann auf Anregung der CDU an zahlreichen Standorten im Landkreis 118 Rasenschnittbehälter aufgestellt. Die bereiteten aber auch Probleme, wie Burkhard Nauroth ausführte: "Ständige Überfüllung, Verunreinigung der unbewachten Standorte und vorzeitiger Verschleiß durch teilweise zu schwere Befüllung", nannte er hier.

    Daher schlug die Verwaltung dem Kreistag nun vor: Ab März soll zusätzlich zu den acht Containerinseln auch in Mayen und der VG Vordereifel jeweils eine solche Insel eingerichtet werden. "An allen - dann zehn - Containerinseln können von März bis einschließlich November wie bisher kostenlos Erdaushub, unbelasteter Bauschutt und Laub abgegeben werden. Neu wird aber sein, dass die Kreisbürger an diesen Inseln im Rahmen eines zweijährigen Modellversuchs in den Jahren 2017 und 2018 auch ihren Rasenschnitt kostenlos abgeben können und dort - wo kein Grünabfallsammelplatz in der Nähe ist - in Abstimmung mit den Standortkommunen auch ihre holz- und strauchartigen Grünabfälle", erläuterte Nauroth. Daneben bleiben alle Grünabfallsammelplätze bestehen, die 660-Liter-Rasenschnittbehälter entfallen allerdings.

    Die Verwaltung rechnet mit zusätzlichen Kosten von 247 000 Euro im Jahr, die aber durch die Gebührenkalkulation gedeckt sind. Genau dies ist der CDU sehr wichtig, wie Klaus Bell feststellte. "Wir sind sehr zufrieden mit diesem Vorschlag", sagte er. Dass der Kreis nun zügig und flexibel auf die Wünsche der Bürger reagieren könne, ist seines Erachtens letztlich der Tatsache geschuldet, dass er seit dem 1. Januar die Abfallwirtschaft wieder selbst betreibt und nicht mehr an starre Verträge mit einem Abfallunternehmen gebunden ist.

    Bedenken äußerte hingegen Maximilian Mumm (SPD). Seines Erachtens hat das Abfallkonzept seinen Sinn erfüllt. Rasenschnitt solle laut dem Konzept über die Biotonne entsorgt werden. Nun könne man diesen kostenlos entsorgen. Die SPD sieht hier die Gafahr, dass die Gebührenstabilität darunter leidet. "Hier haben wir einen Punkt erreicht, wo wir denken, es kann Probleme geben." Mumm regte an, zu überdenken, ob die kleinen 40 und 60 Liter großen Bioabfallbehälter sinnvoll sind.

    Für Hartmut Dressel (FWG) ist es hingegen "keine Schande", dass das neue Abfallwirtschaftskonzept nun angepasst wird. "Wir werden immer wieder mal an den Stellschrauben drehen müssen." Wichtig sei, dass das neue Angebot im Kostenrahmen bleibe. Mit der Aufstellung der zusätzlichen Rasenschnittbehälter im Frühjahr habe man aber etwas "zu schnell reagiert". Laut Dressel ist es für die Bürger eigentlich kostengünstiger, sich eine größere Biotonne anzuschaffen, statt den Rasenschnitt selbst an den Container bringen zu müssen.

    "Ich denke, es war in Ordnung zu reagieren", meinte Horst Knopp (AfD) zur Aufstellung der Rasenschnittbehälter. Seine Fraktion stimme der jetzt zur Abstimmung stehenden Ergänzung des Abfallkonzeptes zu. Gleichzeitig drückte er seine Hoffnung aus, dass es nicht zu weiteren Korrekturarbeiten an diesem Konzept kommt.

    CDU, Grüne, FDP und AfD stimmten dem Vorschlag der Verwaltung zu, SPD und Linke enthielten sich.

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