Rhein-Zeitung 13.10.2016

    "Deponie nimmt kein Dämmmaterial aus Polystyrol an" - Gewerbetreibende von Gesetzesänderung betroffen - Verpackungsstyropor gehört in den gelben Sack

    Dämmmaterial aus Styrodur oder Styropor, das vor allem beim Hausbau verwendet wird, wird derzeit nicht von den Entsorgungsanlagen im Landkreis Mayen-Koblenz angenommen. Grund ist eine Gesetztesänderung: Dämmmaterial aus Polystyrol, das mehr unter den Bezeichnungen Styropor oder Styrodur bekann ist, wird seit dem 30. September als gefährlicher Abfall eingestuft.

    Das Dämmmaterial aus Polystyrol enthält ein Flammschutzmittel namens Hexabromcyclododecan, kurz HBCD. Der Stoff bewirkt, dass sich lokale Brandherde langsamer entwickeln. HBCD ist in der Umwelt schwer abbaubar und kann sich in Lebewesen anreichern. Die Auswirkungen können sich erst nach längerer Zeit zeigen.

    Auf der Zentraldeponie Eiterköpfe ist die Entsorgung von "expandiertem oder extrudiertem Polystyrol seit vielen Jahren ausgeschlossen", darauf weist Frank Diederichs, Geschäftsführer des Abfallzweckverbandes (AZV) Rhein-Mosel-Eifel, hin. Der neue Wertstoffhof des Landkreises Mayen-Koblenz nimmt solche Abfälle vorübergehend nur in Kleinmengen und ausschließlich von Privatanlieferern an.

    Bisher konnte der AZV gemischte und gewerbliche Bauabfälle in der Regel aber über Müllheizkraftwerke beseitigen oder thermisch verwerten lassen. Diese Anlagen lehnen aber eine Annahme solchen Dämmmaterials nun ab. "Daher ist der AZV momantan gezwungen, derartige Anlieferungen von gewerblichen Erzeugern auszuschließen", erklärt Diederichs. Aktuell sei man intensiv bemüht, im Rahmen der Möglichkeiten auch für gewerbliche Anlieferer im Einvernehmen mit den zuständigen Landesbehörden Lösungsalternativen, sprich zumutbare Entsorgungswege, ausfindig zu machen.

    Für die Praxis bei Hausbauern und Handwerkern bedeutet das, dass Dämmmaterial aus Polystyrol am besten noch auf der Baustelle getrennt gesammelt werden muss. Die Annahme als gemischter Abfall ist nicht mehr möglich. Die Platten müssen gesondert entsorgt werden. Wobei, wie gesagt, derzeit aber noch kein Entsorgungsweg für Polystyrol besteht. Zuständig für die Zuweisung von gefährlichen Abfällen zu einer Entsorgungsanlage in Rheinland-Pfalz ist die Sonderabfall-Management-Gesellschaft Rheinland-Pfalz (SAM) mbH in Mainz, Tel. 06131/982 980, E-Mail: , Internet www.sam-rlp.de.

    Verpackungsstyropor, das beispielsweise beim Transport von Waschmaschinen und Fernsehern verwendet wird, ist von der verschärften Regelung übrigens nicht betroffen. Diese Art von Styropor enthält üblicherweise kein Flammschutzmittel. Es gehört in den gelben Sack. atk

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