Rhein-Zeitung 13. und 14.06.2016

    Die Müllfahrzeuge faszinierten die Besucher von Jung bis Alt. Der AZV hatte für die Besucher am Tag der offenen Tür im neuen Logistikzentrum ein umfassendes Unterhaltungsprogramm organisiert. Besonders die Rundfahrten mit den Müllfahrzeugen auf der Deponie und die Führungen fanden großes Interesse.

    "Logistikzentrum und Wertstoffhof sind nun eigeweiht"

    Der Landkreis Mayen-Koblenz und der Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel (AZV) haben am Samstag das neue Logistikzentrum mit Wertstoffhof auf der Zentraldeponie Eiterköpfe eingeweiht. Nach der offiziellen Feierstunde in einer der offenen Hallen hatten die Bürger bei einem Familiennachmittag Gelegenheit, sich über die Anlagen und die Deponie umfassend zu informieren. Segensworte sprach Dechant Jörg Schuh.

    Sechs Jahre nach dem Grundsatzbeschluss des Kreistages konnte Landrat Alexander Saftig vor mehr als 300 geladenen Gästen das fertiggestellte 12-Millionen-Euro-Projekt präsentieren. Es wurde in einer Rekordbauzeit von 15 Monaten auf äußerst schwierigem Gelände errichtet. Mit der neuen Einrichtung werde nicht nur ein hochmoderner Logistik- und Wertstoffbereich in Betrieb genommen. Gleichzeitig wird auch ein Wandel in der Behandlung von Abfall vollzogen: Weg von der Beseitigung hin zur Vermeidung und einer Kreislaufwirtschaft, die sich in den nächsten Jahren zu einer "Stoffstromwirtschaft" entwickeln soll, wie es Burkhard Nauroth, der Erste Kreisbeigeordnete und Verbandsvorsteher des Abfallzweckverbandes, eklärte. Das setzt aber konsequente Trennung voraus. Seit Januar dieses Jahres werden auf der Deponie Bioabfälle aus den drei beteiligten Kommunen verwertet. Der AZV hat dabei das Sammeln, den Transport und die Verwertung nahezu aller kommunalen Abfälle aus dem Bereich Mayen-Koblenz übernommen.

    "Es war eine gigantische Herausforderung, eine Mammutaufgabe für alle Beteiligten", sagte Nauroth und unterlegte dies mit Zahlen: Der AZV kümmert sich um die Abfälle von 380 000 Menschen, hat in die Bauarbeiten 12 Millionen Euro investiert und rund 5 Millionen Euro für 22 neue Müllfahrzeuge ausgegeben. Dabei gelang es, einen erheblichen Teil der gestandenen Fahrer und Lader zu gewinnen, die zuvor bei der Sita in Ochtendung beschäftigt waren. Besonders stolz ist Nauroth über den neuen Wertstoffhof: "Hier können die Bürger bis auf Sprengstoff und Schwiegermütter fast alles abgeben", bemerkte der Verbandsvorsteher scherzhaft. Insgesamt werden auf der Anlage mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigt sein. Nauroth präsentierte die ersten Resultate: Im ersten Quartal habe sich die Restabfallmenge im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres nahezu halbiert. Die Bioabfälle hatten dagegen um 53 Prozent zugenommen.

    Frank Diederichs, Geschäftsführer des AZV, schilderte die Intensität der vergangenen zwei Jahre. Um mit der Baumaßnahme beginnen zu dürfen, mussten auf Vorgabe der Naturschutzbehörden Amphibien und Insektenarten auf "Ersatzhabitate" umgesiedelt werden. Erst danach konnte die Geländeauffüllung mit 120 000 Kubikmeter Bodenmasse beginnen. Die auf den nahen Ochtendunger Michelsberg umquartierten Amphibien konnten sich aber nicht lange auf der eigens hergerichteten Hanglage sonnen: Sie wurden von gierigen Rabenvögeln aufgefressen.

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