Rhein-Zeitung 11.04.2017

    Eine fast leere Restmülltonne kostet zusätzlich Geld.

    "Müllgebühren: Für viele ist es jetzt billiger"

    Kreisverwaltung zieht erste Bilanz.

    Da trauen manche Mitarbeiter des Abfallreferates der Kreisverwaltung ihren Ohren nicht: Bekamen sie bisher vor allem Kritik hinsichtlich des neuen Abfallkonzeptes zu hören - sei es wegen falsch zugeteilter Mülltonnen oder fehlender Grünschnittsammelplätze - so äußern seit einigen Tagen etliche Bürger vor allem Lob am Telefon. Und das hat seinen Grund: Die neuen Gebührenbescheide sind raus, und viele Haushalte stellen fest, dass sie gegenüber früher Geld sparen.

    "Ja, für die allermeisten Bürger in Mayen-Koblenz ist es günstiger geworden. Dies wurde vielen erstmals durch den Bescheid so richtig bewusst. Wer Müll trennt, spart Gebühren! Wir sind davon überzeugt, dass es in Zukunft noch mehr Menschen geben wird, die bei richtiger Trennung vom neuen System profitieren werden", erklärt Abteilungsleiterin Dagmar Menges.

    Restmülltonne ganz füllen

    Sie nennt ein konkretes Beispiel aus Vallendar: Eine dreiköpfige Familie wohnt in einem Einfamilienhaus. Sie trennt den Müll konsequent, ließ die Restmülltonne 2016 nur vier Mal abfahren und stellte die gefüllte Papiertonne jedes Mal raus, wofür es eine Gutschrift gibt. Ergebnis: Die Famile spart 90 Euro im Jahr gegenüber früheren Jahren. Allerdings: Es gibt auch Haushalte, die mehr bezahlen, als sie müssten. Das sind meist Haushalte, die die Restmülltonne jedes Mal rausstellen, obwohl diese noch gar nicht ganz gefüllt ist. Zur Erinnerung: Vier Leerungen der Restmülltonne werden auf jeden Fall berechnet, was auch aus dem Gebührenbescheid hervorgeht. Jede weitere Leerung kostet zusätzlich Geld. Bei einer 120-Liter-Tonne sind es jedes Mal 4,14 Euro, bei der 240-Liter-Tonne sind es schon 8,28 Euro. Dagmar Menges rät: "Immer schauen, ob in der Restmülltonne noch Platz ist, und diese immer nur dann zur Abfuhr bereitstellen, wenn sie wirklich voll gefüllt ist. Das reduziert die Gebührenrechnung merklich."

    Rund 70 000 Müllgebühren-Bescheide wurden Ende März im gesamten Landkreis durch die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz versandt. "Wenn die Bescheide rausgehen, erhalten wir in den folgenden Wochen immer verstärkt Anrufe, E-Mails oder Briefe. In diesem Jahr sind es aber nicht mehr als im Vorjahr. Wir verzeichnen also keinen Anstieg der Rückfragen durch das neue System", stellt Menges zufrieden fest.

    Apropos Gebührenbescheid: Auf dessen Vorderseite findet man die Berechnung für die Vorauszahlung 2017, mit der alle in diesem Jahr anfallenden Fixkosten abgedeckt sind. Hinzu kommt die Endabrechnung für das zurückliegende Jahr 2016. Diese ist in der Folge aufgeführt und beinhaltet neben den Fixkosten für 2016 auch die tatsächlich erfolgten Leerungen von Papier- und Restmülltonne.

    Für Papier gibt es Geld

    Für die Leerung der Papiertonne gibt es Geld, für die der Restmülltonne werden Gebühren fällig. So mancher Anruf in diesen Tagen lässt Dagmar Menges und ihre Mitarbeiter schmunzeln: Da melden sich auch Bürger, die genau notiert haben, wann und wie oft ihre Tonnen geleert wurden. Nun wollen sie der Kreisverwaltung bestätigen, dass alles korrekt ist. Notwendig ist das nicht, denn jede Tonne ist mit einem Chip versehen und somit einem bestimmten Grundstück zugeordnet. Die Registrierung der Tonnenleerung erfolgt über diesen Chip.

    Auch der Erste Kreisbeigeordnete  Burkhard Nauroth zeigt sich zufrieden. Der Abfalldezernent erklärt: "Die Zahlen belegen es: Die Bürger nehmen das neue System immer mehr und positiver an. Die Bescheide sind transparent und werden akzeptiert. Viele Bürger freuen sich, wenn sie für ihr sauberes Trennen belohnt werden. Insgesamt können wir sagen, dass unser neues Abfallwirtschaftssystem immer mehr an Kontur gewinnt.

    Telefonische Erreichbarkeiten
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     Telefon: 02625 9696 - 0

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