Rhein-Zeitung 06.05.2017

    Die Deponie Eiterköpfe soll nach dem Willen des Abfallzweckverbandes Rhein-Mosel-Eifel in zwei Abschnitten um insgesamt zwölf Hektar wachsen. Am linken Bildrand im Hintergrund soll in einem ersten Schritt bis zum Jahr 2020 der Deponieabschnitt 7 entstehen, wo derzeit noch Basalt abgebaut wird.

    "Millioneninvestition in Deponie Eiterköpfe"

    Erweiterung in Ochtendung soll Entsorgungsproblem lösen - Gewerbliche Abfallbeseitigung über Tochterfirma geplant.

    Die Deponie Eiterköpfe in Ochtendung soll zukunftsfest gemacht werden: Bis zu 37,4 Millionen Euro sind für eine Erweiterung eingeplant. Damit wäre es dann möglich, dass hier mineralische Abfälle wie Schlacken oder Materialien aus dem Straßenbau entsorgt werden können. Kapazitätsengpässen der Deponien im nördlichen Rheinland-Pfalz in diesem Bereich würde somit begegnet. Entsprechende Pläne stellte der Abfallzweckverband (AZV) Rhein-Mosel-Eifel am Freitag vor.

    Der AZV, der von den Landkreisen Mayen-Koblenz, Cochem-Zell sowie der Stadt Koblenz getragen wird, plant, in zwei Abschnitten die bestehende Deponie um zwölf Hektar zu erweitern. Ohne eine Vergrößerung ist die Deponie Eiterköpfe Prognosen zufolge in fünf bis sechs Jahren verfüllt. "Eine Entsorgungssicherheit für die Zukunft ist nur dann gegeben, wenn vorhandene Deponiestandorte ausgebaut werden und sich auch für Abfallmengen öffnen, die nicht aus dem jeweiligen Kreisgebiet kommen", erklärt Burkhard Nauroth, AZV-Verbandsvorsteher und Erster Beigeordneter des Kreises MYK. Damit zukünftig auch die gewerbliche Entsorgung der mineralischen Abfälle durch Abbruchunternehmen, Straßenbaufirmen, Gewerbe- und Industrieunternehmen auf der Zentraldeponie Eiterköpfe erfolgen kann, soll zudem eine Tochter-GmbH des AZV gegründet werden.

    Zunächst soll in einem ersten Bauabschnitt für rund 12,5 Millionen Euro, angrenzend an die bereits teilweise verfüllten Deponieabschnitte 3 und 4, der Abschnitt 7 entstehen. Hier wird derzeit noch Basalt abgebaut. Der erste Erweiterungsabschnitt würde dann ab 2020 für eine Verfüllmenge von erst einmal 402 000 Kubikmetern an Müll für rund drei Jahre zur Verfügung stehen. Gibt es zu diesem Zeitpunkt weiterhin Bedarf, um auch zukünftig mineralische Abfälle zu entsorgen, kann auch der Deponieabschnitt 8 in Angriff genommen werden. Beide neuen Abschnitte, für die insgesamt 37,4 Millionen Euro veranschlagt werden, garantieren zusammen nach einer ersten Kalkulation ein Verfüllvolumen von 5 130 000 Kubikmetern. Zudem würde das Fortbestehen der Deponie Eiterköpfe für rund 38 Jahre gesichert - so lange dauert es nach AZV-Angaben, bis die Deponie komplett verfüllt wäre. Befürchtungen, dass die Deponie Eiterköpfe bei der nun anstehenden Erweiterung über die bestehenden Grenzen hinauswachsen könnte, schieben die Verantwortlichen einen Riegel vor. Die Flächen für die nun geplanten Abschnitte 7 und 8 liegen innerhalb der Deponiegrenzen, für die es bereits seit 1986 eine Planfeststellung gibt. Sowohl Nauroth, der stellvertretende AZV-Verbandsvorsteher und Landrat des Landkreises Cochem-Zell, Manfred Schnur, als auch der AZV-Geschäftsführer Frank Diederichs versichern, dass das neue Konzept unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu einer Gebührenstabilität für die Bürger in den beiden betroffenen Landkreisen sowie der Stadt Koblenz führen soll. "Eine sprunghafte Entwicklung der Abfallgebühren soll so verhindert werden", erklärt Burkhard Nauroth.

    Die erste Hürde für die Erweiterung der Deponie Eiterköpfe ist bereits genommen: Die Verbandsversammlung des AZV hat am Freitagvormittag die Empfehlung für eine entsprechende Änderung der Verbandsordnung sowie für die Gründung einer Tochter-GmbH abgegeben. Das letzte Wort haben allerdings die beiden Kreistage sowie der Stadtrat Koblenz auf ihren jeweiligen Sitzungen im Juni. Glaubt man den Worten von Manfred Schnur, dürfte das allerdings nur eine Formsache sein: "Die Erweiterung wird in einem ganz breiten Miteinander von den beteiligten Kommunen getragen".

    Interviews mit den AZV-Verantwortlichen gibt es unter www.ku-rz.de/deponie sowie über die RZplus-App, wenn Sie das Foto scannen.

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