EUWID 23.05.2017

    Bis zu 5,1 Mio m³ Füllvolumen für das nördliche Rheinland-Pfalz

    "AZV stellt Pläne für millionenschweren Ausbau der Deponie Eiterköpfe vor"

    Wie in anderen Bundesländern gibt es auch in Rheinland-Pfalz Bedarf für neue Deponiekapazitäten. Um Entsorgungsengpässen insbesondere im Norden des Landes vorzubeugen, will der Abfallzweckverband (AZV) Rhein-Mosel-Eifel nun seine DK II-Deponie Eiterköpfe um zwei Deponieabschnitte erweitern. Je nach letztlich realisiertem Ausbauvolumen sind hierfür Investitionen von bis zu 37,4 Mio € netto eingeplant. Die erste Hürde für die Deponieerweiterung ist bereits genommen. Wie der AZV mitteilt, hat die Verbandsversammlung in der ersten Maiwoche die Empfehlung für eine entsprechende Änderung der Verbandsordnung sowie für die Gründung einer Tochter-GmbH abgegeben. Als nächstes müssen die Kreistage der Kreise Cochem-Zell und Mayen-Koblenz sowie der Stadtrat Koblenz als AZV-Verbandsmitglieder auf ihren jeweiligen Sitzungen im Juni dem Vorhaben zustimmen, bevor im September nochmals die Verbandsversammlung zusammenkommt. Anschließend soll das Plangenehmigungsverfahren gestartet werden.

    "Der Deponieraum ist knapp geworden. Vor diesem Hintergrund haben wir in den Planungen des Landes Rheinland-Pfalz eine Schlüsselfunktion für den Norden, einersetis weil wir Deponieraum haben, andererseits weil wir Deponieraum schaffen können, um hier keinen Entsorgungsnotstand aufkommen zu lassen. Dieser Verantwortung wollen wir uns auch stellen", begründet Manfred Schnur, stellvertrender AZV-Verbandsvorsitzender, den Beschluss der Verbandsversammlung. Die Pläne des AZV sehen vor, die bestehende Deponie, deren Restlaufzeit noch maximal sechs Jahre beträgt, in zwei Abschnitten um zwölf Hektar zu erweitern. Dadurch würde ein zusätzliches Füllvolumen von knapp 5,1 Mio Kubikmetern geschaffen, was bei einer jährlichen Ablagerung von etwa 129.000 Kubikmetern eine Betriebszeit von knapp 38 Jahre bedeuten würde.

    Dabei plant der AZV ein schrittweises Vorgehen: Angrenzend an die teilweise verfüllten Deponieabschnitte 3 und 4 soll in einem ersten Schritt zunächst für rund 12,5 Mio € der neue Abschnitt 7 mit einem Schüttvolumen von etwa 1,5 Mio Kubikmetern entstehen. Ein erster Teil dieses Abschnitts mit einem Verfüllvolumen von rund 400.000 Kubikmetern würde den aktuellen Planungen zufolge ab 2020 zur Verfügung stehen und erstmal für drei Jahre reichen. Innerhalb dieser Zeit soll dann entschieden werden, ob auch die weiteren Bauabschnitte bis zum Deponieabschnitt 8 verfüllt werden sollen oder nicht. Derzeit sei davon auszugehen.

    Wie der AZV weiter mitteilt, will der Verband künftig auch verstärkt gewerblich tätig werden. Aus der bisher weitgehend "kommunalen" Deponie werde eine "kommunale und gewerbliche" Deponie. So sollen die neuen Abschnitte 7 und 8 größtenteils (ca. 3,9 Mio Kubikmeter) mit Abfällen aus dem gewerblichen Bereich, z.B. Schlacken sowie Materialien aus Abbruchmaßnahmen und dem Straßenbau, aufnehmen. Für die wirtschaftliche Vermarktung des neuen Deponieraums und die Akquise der gewerblichen Abfälle soll im Herbst eine neue, 100-prozentige Tochter-GmbH gegründet werden. Die Investitionen für die Deponieerweiterung sollen ausnahmslos von dieser Tochtergesellschaft getragen werden. Den Bürgern der drei beteiligten Gebietskörperschaften wurde Gebührenstabilität zugesichert.

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